Für den Anschluss der Gauselfinger an die Datenautobahn wollen die Freien Wähler im Stadtrat jetzt richtig Gas geben: Notfalls, so FW-Sprecher Alexander Schülzle, müsse dass dann ohne Zuschüsse komplett aus dem Stadtsäckel finanziert werden. Seine Fraktion bat die Stadtverwaltung in der Gemeinderatssitzung, noch einmal alle Möglichkeiten zu prüfen. Obwohl die Rohre unterirdisch alle verlegt sind, hat der größte Burladinger Teilort als einziger noch keine Aussicht auf Anschluss an die DSL-Technik.

Niemand will die Leerrohre füllen. Im Vorjahr war kein gültiges Angebot eingegangen (wir berichteten). Auch aus den Reihen der Christdemokraten ging man auf Schülzles Vorschlag ein. Es gelte, Gauselfingen endlich aus "dem Tal der Ahnungslosen" zu holen, wurde gefordert. Richtig teuer werde das ohne Zuschüsse, gab Bürgermeister Harry Ebert zu bedenken. Aber: Sachgebietsleiterin Melanie Mayer hält die Augen nach neuen Förderprogrammen offen, und in der vergangenen Woche habe sich da eine Möglichkeit abgezeichnet, die müsse man erst noch prüfen. Ortsvorsteher Rudi Kanz, bedankte sich, dass jetzt endlich alle so einig hinter Gauselfingen stehen. Tagelang sei man da manchmal ohne Telefon, und die Leute seien mit der Geduld wirklich "am Ende."

Quelle: Erika Rapthel-Kieser / Schwarzwälder Bote (23.02.2014)