Wer holt Gauselfingen aus dem "Tal der Ahnungslosen"? Stadt und Gemeinderat wollen alles tun, um dem Stadtteil das schnelle Internet zu bescheren. Burladingens größter Teilort hat immer noch keine Aussicht auf eine schnelle Auffahrt zur Datenautobahn. Ändern wollen das die Freien Wähler.

Fraktionschef Alexander Schülzle fragte im Gemeinderat an, ob die DSL-Anbindung Gauselfingens nicht auch ohne Landeszuschüsse realisiert werden könnte. Auf die jüngste Ausschreibung war kein vergabefähiges Angebot eingegangen. Schülzle kündigte den Antrag an, die Stadt möge das schnelle Internet für Gauselfingen notfalls "mit außerplanmäßigen Haushaltsmitteln" möglich machen.

Möglich sei das, sagte Bürgermeister Harry Ebert. "Aber dann kostet das halt richtig Geld." Der Schultes stimmte zu, dass man den größten Teilort "nicht im Tal der Ahnungslosen lassen" könne.

Bevor die Stadt den Anschluss jedoch komplett aus Eigenmitteln zahle, wolle man erst "beobachten, ob es ein neues Förderprogramm gibt". Außerdem habe sich diese Woche "eine konkrete Alternative" ergeben, die aber noch geprüft werden müsse.

Ortsvorsteher Rudi Kanz (CDU) würdigte die Bereitschaft, die Dringlichkeit zu erkennen. Noch einmal schilderte er das Problem: "Wir sind teilweise tagelang ohne Telefon. Die Bürger verlieren langsam die Geduld. Irgendwann kommt noch der Ortsvorsteher zu Schaden."

Artikel von: Hardy Kromer